WILLKOMMEN BEIM NC
chor.com 01.–04.10.2026
Leipzig wird neue Gastgeberstadt
(18.03.2026) Die Musikstadt Leipzig wird neue Heimat der chor.com, dem alle zwei Jahre vom Deutschen Chorverband ausgerichteten Fachtreffens der Vokalmusikszene.
Christian Wulff, Bundespräsident a.D. und Präsident des Deutschen Chorverbands, betont: „Leipzig ist dem Deutschen Chorverband in bester Erinnerung durch das Deutsche Chorfest 2022. Die Stadt ist unglaublich chor- und musikbegeistert und passt zur chor.com, die so viel Strahlkraft für die Chorleiterinnen und Chorleiter, Musikfachkräfte und weitere Chor-Multiplikatoren in ganz Deutschland besitzt. Wir freuen uns sehr, wenn wir die chor.com hier für die nächsten Ausgaben etablieren können.“
Die chor.com 2026 beinhaltet rund 150 Workshops, drei hochkarätige Masterclasses für Chorleitende und ein Forum, in dem sich rund 100 Aussteller aus ganz Europa mit ihren Angeboten präsentieren. Seit 2011 hat sich das Veranstaltungsformat zur zentralen Plattform für Chorleiter:innen, Chormanager:innen, Musikpädagog:innen, Kirchenmusiker:innen, Verleger:innen, Komponist:innen, Sänger:innen und alle weiteren an Chormusik Interessierten entwickelt. Das Themenspektrum umfasst von der Erarbeitung neuer Konzertformate über Digitalisierung bis hin zu Konzepten für das Singen und Musizieren mit Kindern und Jugendlichen alle für die Szene relevanten Themen. Neben den Workshops wird die Umsetzung behandelter Inhalte in einem hochkarätigen Konzertprogramm an den Abenden während der chor.com erlebbar.
Der Künstlerische Leiter Stephan Doormann, in Niedersachsen bekannt als Leiter des preisgekrönten Juventis Jugendchors Celle, führt aus: „Das Publikum in Leipzig wird einen tollen Einblick in die aktuellen Strömungen der Chormusik erhalten – denn alle chor.com-Konzerte spiegeln als Best-Practice-Beispiele Themen aus den Workshops wider. Einen besonderen Blick wollen wir bei der chor.com 2026 mit dem Fokus ‚Building Bridges‘ darauf richten, wie Chormusik neue Verbindungen zwischen Menschen, Gruppierungen und Genres, die sich sonst eher nicht begegnen, schafft.“
Weitere Informationen unter
www.chor.com.
DCV fordert umfassende Förderung
Gemeinsames Singen in allen Generationen stärkt die Gesellschaft
(18. März 2026) Im Rahmen eines Spitzengesprächs im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit Bundesministerin Karin Prien hat der Präsident des Deutschen Chorverbandes, Bundespräsident a.D. Christian Wulff, nachdrücklich für eine Förderung von Chorangeboten zur generationenübergreifenden Teilhabe und die Verbesserung der Ausbildung von Musikpädagog:innen, Chorleiter:innen und Erzieher:innen geworben.
„Das gemeinsame Singen in allen Generationen stärkt unsere Gesellschaft, ihren Zusammenhalt und festigt das demokratische Handeln und Miteinander. Unsere Chöre sind Orte des lebenslangen Lernens und bilden kulturelle Gemeinschaften. Das ehrenamtliche Engagement tausender Vereine in diesem Bereich muss langfristig gestärkt und erhalten werden. Denn von einer Förderung der Angebote von Chören und Chorverbänden profitieren am Ende alle Bürgerinnen und Bürger.“
Von Verbandsseite wurde herausgestellt, wie das Chorwesen in jeden Bereich der Gesellschaft positiv hineinwirkt. Chöre befördern die Demokratie und das kollektive Lernen, sie leisten generationenübergreifend einen Beitrag gegen die zunehmende Vereinsamung. Zudem trägt das gemeinsame Singen maßgeblich zur physischen und psychischen Gesundheit des Menschen bei und ist wichtig für die Persönlichkeitsentfaltung von Kindern und Jugendlichen. Speziell in diesem Bereich setzen sich der Deutsche Chorverband mit seiner Bildungsinitiative für kindgerechtes Singen „Die Carusos“ wie auch die Deutsche Chorjugend mit ihren Projekten und Programmen ein. Zugleich ist die Nachwuchsförderung die entscheidende Grundlage für den Erhalt und die Zukunftsfähigkeit des gesamten Musikbetriebs.
Dementsprechend lauten die Forderungen des Deutschen Chorverbands und der Deutschen Chorjugend, dass grundsätzlich bessere Rahmenbedingungen für die innerverbandliche Beratung und Maßnahmenentwicklung im Chorbereich allgemein geschaffen werden müssen. Neben der Unterstützung über den Kinder- und Jugendplan des Bundes geht es um zusätzliche Förderung über den Bundesaltenplan für den Ausbau der Verbands- und Organisationsarbeit zur generationengerechten Teilhabe, insbesondere mit Blick auf Senior:innen. Zugleich stellen der Fachkräftemangel und fehlender Chorleitungsnachwuchs im Amateurmusikbereich eine existenzielle Bedrohung für Chöre und Musikvereine dar, dem durch gezielte Förder- und Qualifizierungsangebote entgegenzuwirken ist. Dazu gehört auch, den Stellenwert des gemeinsamen Singens in Kindergarten, Schule und damit auch Familien zu erhöhen sowie die Ausbildung von Erzieher:innen und Lehrkräften zu verbessern. Parallel ist die Stärkung des Kinder- und Jugendplans des Bundes notwendig, um Perspektiven und inhaltliche Ausrichtung der Jugendverbandsarbeit nachhaltig zu sichern.
Exklusive Einblicke in die Arbeit renommierter Chorleiter:innen
Bei den Großen hospitieren
(28.02.2026) Die CED-Hospitationsreihe, organisiert von der Chor- und Ensembleleitung Deutschland, geht 2026 in die dritte Runde. Zwischen März und Mai 2026 öffnet sich die einzigartige Gelegenheit für Chor- und Ensembleleitende aus ganz Deutschland, an den Proben bedeutender Dirigent:innen teilzunehmen und die Arbeitsweise hautnah mitzuerleben.
Im Fokus stehen die Methoden, Abläufe und Prozesse der Probenarbeit, die Interpretation anspruchsvoller Chorliteratur und die Gestaltung eines inspirierenden Probenklimas. Jede Hospitation wird durch ein anschließendes Gespräch ergänzt, das den Austausch zwischen den Teilnehmenden und den Gastgeber:innen fördert.
Die Termine
- 8. März 2026 · Jürgen Faßbender · Limburger Vocal Connection
Limburg · 16-20 Uhr · Kategorie: Männerchor - 19. März 2026 · Robert Göstl · Rundfunk-Jugendchor Wernigerode
Wernigerode · 15:30-17:00 Uhr · Kategorie: Jugendchor - 16. April 2026 · Ludwig Böhme · Windsbacher Knabenchor
Windsbach · 16:30-18:00 Uhr · musik. Andacht: 19-20 Uhr · Kategorie: Jugendchor - 26. April 2026 · Donka Miteva · Kammerchor Collegium Musicum Berlin
Berlin · 11-18 Uhr · Kategorie: Gemischter Chor - 02. Mai 2026 · Lionel Sow· Balthasar-Neumann-Chor
Hamburg · 10:30-18:30 Uhr · Probe in Englisch · Kategorie: Gemischter Chor - 07.+08. Mai 2026 · Anne Kohler· Kammerchor + Pop-Up der HfM Detmold
Detmold · Donnerstag: 17:00-19:30 Uhr · Freitag: 9-15 Uhr · Kategorie: Gemischter Chor
Anerkennung
Das Ehrenamt wird zukünftig am 23. Mai gefeiert
(28.02.2026) Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier lädt anlässlich des „Geburtstags” des Grundgesetzes am 23. Mai dazu ein, das gesellschaftliche Miteinander zu feiern. Dieser Ehrentag soll durch zahlreiche Aktionen lebendig werden, die die Vielfalt des Mitmachens und Mitgestaltens im ganzen Land sichtbar werden lassen und Menschen ins gemeinsame Tun bringen. Alle können mitwirken: Ob Einzelpersonen, Initiativen, Vereine oder Kommunen. Mehr zum Ehrentag und wie man sich einbringen oder mit anderen vernetzen kann finden Sie unter
www.ehrentag.de.
Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) fördert dabei Mitmach-Aktionen zum Ehrentag im Aktionszeitraum vom 16. bis 31. Mai 2026 mit bis zu 500 EUR.
Bewerbungsberechtigt sind Einzelpersonen, die für sich selbst oder im Namen von gemeinnützigen Organisationen, Initiativen oder Gruppen, nicht eingetragenen Vereinen und Vereinen in Gründung oder Städten, Gemeinden oder Landkreisen ihre Aktionsidee einreichen. Die Bewerbung auf Förderung ist ab sofort bis zur Ausschöpfung der zur Verfügung stehenden Fördermittel, spätestens jedoch bis 31. Mai 2026, möglich. Die eingereichten Aktionen werden fortlaufend geprüft und über sie entschieden.
Zudem bietet die DSEE auch verschiedene Online-Beratungsangebote rund um den Ehrentag.
Alle weiteren Informationen und Beratung über die DSEE unter
www.ehrentag.de/foerderprogramm.
NC intern
NC-Mitgliederversammlung wählte neues Präsidium
Detlev Oelfke neuer NC-Präsident
(02.11.2025) In der Mitgliederversammlung am 2. November 2025 hatten die Mitglieder des NC ein neues Präsidium zu wählen. Der bisherige Präsident Martin Lüssenhop sowie die bisherige Vizepräsidentin Barbara Becker traten nicht mehr zur Wiederwahl an und wurden feierlich verabschiedet und für ihre langjährige Tätigkeit gewürdigt. Martin Lüssenhop wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt und bleibt damit dem Chorverband erhalten. Silvia Hoppe gab nach ihrem Rücktritt als Schatzmeisterin 2024 nun auch die Teamleitung der Chorregion NORD ab und wurde ebenfalls feierlich verabschiedet und für ihre langjährige Tätigkeit gewürdigt. Auch die scheidenden Teamleiter der Chorregionen OST und SÜD, Richard Raphael und Reinhard Kerl, wurden gebührlich geehrt und verabschiedet.
Das neue Präsidium setzt sich nunmehr wie folgt zusammen:
- Detlev Oelfke, Präsident
- Jason Johnson, Vizepräsident und Landeschorleiter
- Volker Christiansen, Medienkoordinator & IT
- Ole Einar Kirchberg, Referent Chorjugend
- Hiltrud Wlodarczyk, Leitung Chorregion NORD
- Tanja Kirchberg-Hellendahl, Leitung Chorregion WEST
- Nathalie Rethmann, Leitung Chorregion OST
- Martin Helge Lüssenhop, Ehrenpräsident
12. Niedersächsischen Chorwettbewerb 25.–27. September 2026 in Soltau
Geben Sie Ihre Bewerbung ab!
(01.11.2025) Der Niedersächsische Chorwettbewerb stellt eine der wichtigsten Fördermaßnahmen des Landes im Bereich der Chormusik dar. Er schafft Raum für musikalischen Vergleich, künstlerischen Austausch und persönliche Begegnungen und bietet damit eine Grundlage für musikalische Weiterentwicklung. Er lädt Chöre aus ganz Niedersachsen – vom Alten Land bis zum Harz, von der Lüneburger Heide bis in das Emsland – dazu ein, ihr Können unter professionellen Bedingungen zu präsentieren und durch Begegnung und Austausch weiterzuentwickeln.
Der Wettbewerb richtet sich an Chöre unterschiedlicher Besetzungen und Stilrichtungen, von klassischen gemischten Chören, über Kinder und Jugendchöre bis hin zu Vokalensembles für Populäre Musik. Bei der Programmauswahl sind die teilnehmenden Chöre dazu aufgerufen, ein vielfältiges und dramaturgisch schlüssiges Wettbewerbsprogramm zu gestalten, welches auch die jeweiligen Pflichtwerke der ausgeschriebenen Kategorien berücksichtigt.
Der Niedersächsische Chorwettbewerb dient als Vorentscheid für den 12. Deutschen Chorwettbewerb, welcher vom 1.–9. Mai 2027 in Leipzig stattfinden wird.
Podcasts
Engagement und Ehrenamt auf die Ohren
(22.12.2024) Podcasts sind ein inzwischen beliebtes Audioformat, um (Wissens-)Themen zu transportieren. Ihr Vorteil: Sie sind online jederzeit und überall i.d.R. kostenlos per Smartphone oder Tablet abrufbar (z.B. bei Spotify, Apple, Google, Deezer, Audible und vielen weiteren).
Zum Thema „Engagement und Ehrenamt“ möchten wir Ihnen zwei Podcasts empfehlen:
Hallo Ehrenamt ist ein Podcast, der sich ausschließlich mit Themen rund um das Ehrenamt befasst. Es gibt beispielsweise eine Folge über das Musikfestival Glacis Open Air in Magdeburg, das von Engagierten auf die Beine gestellt wird. Aber dort kann man sich auch Inspiration aus anderen Bereichen holen, etwa in der Folge über den Besuchsdienst DUO für schöne Stunden für Menschen mit Demenz oder Sie können erfahren, wie die Freiwillige Feuerwehr sich organisiert oder das Projekt „LeseWelten“ kennenlernen, bei dem Menschen im Ehrenamt Kindern vorlesen.
Die zweite Empfehlung ist der von der Moderatorin Rabea Scholz und dem renommierten Journalisten Hajo Schumacher produzierte Podcast „In guter Verfassung“, der sich in jeder Folge mit Themen des Grundgesetzes befasst, darunter ist auch ein Beitrag mit dem Titel
Partizipation: Wie sich das Volk beteiligen kann, in dem es als Schwerpunkt auch um ehrenamtliche Arbeit geht und welche zentrale Bedeutung das Ehrenamt für die Demokratie hat.
Demokratieprojekt
Vielstimmig – Chöre für Demokratie
(27.08.2024) Alle haben eine Stimme, egal, woher sie kommen und wer sie sind. Im Zusammenhang mit den andauernden Demonstrationen und Veranstaltungen zur Förderung der Demokratie in den letzten Monaten ist in der hannoverschen Chorlandschaft das große Bedürfnis entstanden, auch als Singende ein Zeichen zu setzen!
Wir wollen klar machen, dass es viele Menschen gibt, die die Demokratie schützenswert finden. Wir wollen verdeutlichen, dass hier alle Menschen willkommen sind. Wir sind Viele und jede und jeder von uns hat eine Stimme. Wir als Chöre sind viele Stimmen und zusammen klingen wir am besten. Wir sind vielstimmig – in doppelter Hinsicht! Wir wollen zeigen, dass es viele Menschen gibt, die anders denken als die Populisten in unserem Land. Und das wollen wir öffentlich machen.
Initiiert hat das Projekt der rund 55 Mitglieder starke Chor clazz – Junger Konzertchor Hannover. Ausgehend von Hannover sollen in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Chorverband möglichst viele Chöre in Niedersachsen und den anderen Bundesländern erreicht werden.
Für dieses Projekt ist ein Signet entwickelt worden, das von allen singenden Menschen (insbesondere Chören) kostenlos genutzt werden kann. Ein gemeinsames Symbol macht es einfach für jeden singenden Menschen, sich zu schmücken, sich mit anderen zu verbinden und seinen Standpunkt öffentlich zu zeigen. Der Slogan lautet: Vielstimmig – Chöre für Demokratie.
Das Signet steht im
SERVICE-Bereich unter Download in den gängigsten Formaten für Druck, WWW und Soziale Medien zur Verfügung, um die Verwendung auf Konzertprogrammen, Internetseiten, Facebook, Instagram & Co., für Merchandising, Roll-Ups und Ähnliches zu ermöglichen. Aus der Nutzung entstehende Kosten werden von den Chören selbst getragen.
Wir freuen uns auf rege Teilnahme und Verbreitung!
Zuletzt die Bitte an Sie, uns über Ihren Beitrag zu dieser Initiative zu informieren – wir werden diesen auf allen unseren Medienkanälen teilen.
In eigener Sache
OVERSO – bitte Chorleitungen eintragen
(30.12.2023) Es fällt uns in der Geschäftsstelle bei Recherchen in OVERSO immer wieder auf, dass viele Chöre ihre Chorleitungen nicht eingetragen haben. Das ist wirklich schade, denn viele Informationen, die wir in unserem Newsletter veröffentlichen, sind auch für diese Personengruppe interessant und wichtig, wie z.B. Fort- und Weiterbildungen. Deshalb unsere Bitte an Sie: Tragen Sie doch bei der nächsten Bearbeitung Ihres OVERSO-Eintrags Name und E-Mail-Adresse Ihrer Chorleitung nach – wir wollen weder etwas verkaufen noch sonstige unmoralische Angebote machen, sondern schlicht und einfach informieren (s.o.).
Danke!
www.frag-amu.de
Das neue Lexikon der Amateurmusik
(28.04.2023) Wer Fragen zu Vereinsgründungen hat, zum Steuer- oder Urheberrecht hat, der fragt Amu – das schlaue Füchslein der Amateurmusik. Amu weiß alles, was nicht zur Musik selbst gehört, aber für das Amateurmusizieren wissenswert ist.
Bei
frag-amu.de gibt es bereits viele verschiedene Kategorien mit Artikeln. Weitere Artikel kommen laufend hinzu. In der Suchfunktion können Sie Suchbegriffe oder Ihre Frage an Amu eingeben. Amu wird Ihnen dazu passende Artikel vorschlagen.
Hinter frag-amu.de steht der Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V. (BMCO), der Dachverband der Amateurmusik in Deutschland. Zusätzlich werden die durch das Kompetenznetzwerk NEUSTART AMATEURMUSIK erarbeiteten Inhalte für die digitale Wissens- und Informationsvermittlung an die Basis zur Verfügung gestellt. Im Zuge der Corona-Pandemie beantwortet Amu verlässlich die aktuellen Fragestellungen, so dass ein Mehrwert für alle Musik-Ensembles entsteht.
Sämtliche Artikel wurden von Fachleuten geschrieben und werden regelmäßig aktualisiert und ergänzt. Nutzen Sie die Kommentarfunktion oder unser Kontaktformular, um Amu weitere Fragen zu stellen, Anregungen zu geben oder sich zusätzliche Artikel zu wünschen.
Die Programmierung von frag-amu.de wurde im Rahmen des Projekts „Die Verantwortlichen #Digital“ der Akademie für Ehrenamtlichkeit aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat und der Robert-Bosch-Stiftung gefördert. Der Betrieb und die Redaktion der Plattform werden gefördert von der Beauftragten für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.

Transparenzregister
Erleichterungen für gemeinnützige Vereine
(11.06.2021) Die seit 2017 bestehende Beitragspflicht für die Verwaltung des Transparenzregisters wird verändert. Der Deutsche Bundestag hat in seiner Sitzung am 10. Juni 2021 beschlossen, das umstrittene Transparenzregister anzupassen.
Die Anpassungen
Die rückwirkende Zahlungsaufforderung wird zwar nicht gestoppt, allerdings wurden folgende Änderungen beschlossen:
- Für eine Übergangszeit bis 2023 soll es eine erleichterte Befreiung von der Zahlungspflicht geben.
- Ab dem Jahr 2024 soll ein Antrag für die Gebührenbefreiung nicht mehr notwendig sein.
Der Bundesmusikverband Chor & Orchester (BMCO), sowie u.a. der Deutsche Olympische Sportbund, das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement und der Deutschen Kulturrat hatten sich für eine Vereinfachung der bürokratischen Regelungen im Kontext des Transparenzregister- und Finanzinformationsgesetz Geldwäsche (TraFinG) eingesetzt.
Zentrales Anliegen des Protests war, eine automatische Eintragung in das Transparenzregister und eine vereinfachte Gebührenbefreiung für die vielen gemeinnützigen Vereine im Bereich der Amateurmusik zu erwirken. Die errungene Lösung bedeutet für die ehrenamtlich und vereinsgetragene Amateurmusik eine große Entlastung.
Welche konkreten Folgen ergeben sich?
Für das Jahr 2024 ist die Umsetzung eines „Zuwendungsempfängerregisters“ geplant, welches die steuerbefreiten Vereinigungen auflisten soll. Ziel ist eine Verknüpfung von Registern und Finanzämtern. Der Freistellungsbescheid soll hier automatisch hinterlegt werden. Vereine werden dann automatisch ins Transparenzregister aufgenommen und müssen nur die sich ergebenden Änderungen kommunizieren. Außerdem trägt der Bund die Registergebühren für befreite gemeinnützige Vereine.
Für die Zeit bis zur Umsetzung eines Zuwendungsempfängerregisters konnten folgende Erleichterungen erzielt werden:
- Es muss pro Verein noch eine einmalige Antragstellung auf Befreiung der Gebühren bis zum Jahr 2024 erfolgen, wobei es sich hier um eine vereinfachte Art der Antragsstellung handeln soll.
- Die Vereine werden vom Bundesanzeiger Verlag angeschrieben und um Bestätigung der Gemeinnützigkeit gebeten, eine Übersendung von Nachweisen entfällt.
Durch den verbandsübergreifenden Protest an dem großen Aufwand für die Gebührenbefreiung konnte somit eine bürokratiearme Lösung geschaffen werden: Eine formlose Versicherung ersetzt den bis dato notwendigen Nachweis der Gemeinnützigkeit durch den Freistellungsbescheid.





